Eis aus dem Cadore - "Gelato Artigianale"
Was gibt es im Sommer besseres, als sich nach einer
schönen Tour vor eine Gelateria zu setzen und in aller Seelenruhe
den Tag mit einem leckeren Eis in der Hand Revue passieren zu
lassen. Und wenn das Eis noch dazu in Handarbeit und nach dem
Rezept der Ureltern gemacht worden ist, dann ist dieser Augenblick
perfekt.
Das Speiseeis, wie wir es heute kennen, stammt aus der
italienischen Region Veneto oder besser gesagt, aus dem Cadore. Warum gerade
aus dieser - früher nicht gerade leicht zugänglichen - Gegend, ist
bis heute unbekannt. Wahrscheinlich, so vermutet man, weil die
"Gelatieri" alle Zutaten praktisch vor der Haustür hatten und weil
hier Schnee, Gletschereis und eiskalte Gebirgsbäche sozusagen als
natürliche Kühlschränke genutzt werden
konnten.
Ins traditionell per Hand gefertigte Eis kommt Milch,
Sahne und Eigelb und je nach Geschmack Waldbeeren, Obst,
Vanille, Kaffee, Nüsse und vieles mehr. Gekühlt wurde es damals mit
Gletschereis und Salz in hölzernen Bottichen. Das Eis blieb bis zum
Abend kalt, was bei den Wochenmärkten nicht verkauft wurde, kam
weg.
Um 1900 wurden im Cadore die ersten Gelaterie eröffnet, 1899 hat
man das Speiseeis erstmals ins Ausland exportiert.
Also: wer heute im Cadore auf Genussurlaub ist und "echtes
Eis" schlecken möchte, sollte nur in eine "Gelateria
Artigiana" gehen!
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