Cortina d'Ampezzo von oben sehen
Die Via Ferrata Ivano Dibona auf dem Monte Cristallo
gehört zu den Klettersteigklassikern in den Dolomiten. Und das
obwohl die Ferrata nicht sonderlich schwierig ist. Dafür aber führt
sie entlang alter italienischer Kriegsstellungen des 1. Weltkriegs
und hin zu den wohl atemberaubendsten Aussichtspunkten in den
Ampezzaner Dolomiten überhaupt.
Aber nun zur Wanderung, die es rein von der Kondition her in
sich hat. Schließlich sind 2000 Höhenmeter in stetem Auf und Ab zu
bewältigen. Und zwar in insgesamt 6,5 Stunden. Also: Startpunkt ist
die Forcella Staunies auf 2918 m. Hier hinauf kommt man bei
Son Forcia mit einem Sessellift und einem
Tonnenlift aus den 70er Jahren. Der Steig beginnt
gleich links an der Bergstation und führt über Eisentreppen zur
Cristallo-Hängebrücke (kommt im Film "Cliffhanger" vor).
Nach 30 Minuten gemütlicher Wanderung kommt man links auf den
Gipfel des Cristallino (3008 m), die Aussicht da
oben ist einfach nur fantastisch. Weiter geht's drahtseilversichert
zur Forcella Grande, an Baracken vorbei und über schöne Bänder bis
zur Forcella Padeón und nach 30 Minuten zur Forcella
Alta. Hier führt der Steig nach Süden in eine Schuttriese
bis zu einem Wegweiser. Dort folgen Wanderer dem Ivano Dibona Steig
Richtung Ospitale.
Ca. 4 Stunden Weg liegen bereits hinter einem. Es geht weiter
zur Forcella BassaGasthof
Ospitale, dem Ziel des Ivano Dibona Steigs,und über
teilweise gesicherte Bänder zu den Abbrüchen der Zurlon-Gruppe.
Hier findet man immer wieder ruinenhafte Kriegsstellungen der
Italiener. Besonders da muss man aufpassen, nicht von alten
Steigspuren verwirrt zu werden. Also konzentriert bleiben und dem
markierten Weg bis zum letzten Aufschwung folgen, wo es dann nur
noch hinab über ein Schotterfeld und ein Pfad zur Forststraße und
zum Gasthaus Ospitale.
Tipp: am besten mit zwei Autos anreisen und
eines schon im Vorfeld in Ospitale parken, damit die Heimreise
einfacher wird. Sonst stehen öffentliche Verkehrsmittel zur
Verfügung. Bitte auch beachten, dass es unterwegs keine
Einkehrmöglichkeiten gibt: unbedingt Wasser und Essen für
6-8 Stunden mitnehmen!
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