König Laurin und der Zauber des Rosengartens
König Laurin und die Geschichte des rotleuchtenden
Rosengartens gibt es nicht erst seit es findige Marketing-Strategen
gibt. Die Legende rund um den Zwergenkönig, um die schöne Similde
und die wackeren Krieger von Dietrich von Bern ist in Wirklichkeit
mehrere Jahrhunderte alt und im Heldenepos von Dietrich erzählt.
Worum es geht, können Sie hier lesen.
Vor langer Zeit lebten im Rosengartengebiet der
Zwergenkönig Laurin und seine Untertanen. Er hegte
und pflegte einen blühenden Rosengarten. Als der König der Etsch
seine Tochter Similde verheiraten wollte, lud er alle Adeligen zu
einer Maifahrt ein. Alle bis auf König Laurin. Dieser ging durch
eine Tarnkappe unsichtbar gemacht trotzdem hin und entführte die
schöne Similde in seinen Rosengarten.
Das ließ der König der Etsch nicht auf sich sitzen und schickte
Dietrich von Bern und seine Männer los, um seine
Tochter zu befreien. Im Rosengarten angekommen, stellte sich König
Laurin den Recken mit einem Zaubergürtel, der im die Kraft von
zwölf Männern verlieh und unsichtbar durch seine
Tarnkappe. Doch es nutzte alles nichts, denn die
Bewegungen der Rosen verrieten, wo er sich befand. Dietrich schlug
ihn und nahm ihn gefangen. Auf seinen Rosengarten zurückblickend,
sprach er verzweifelt einen Fluch aus: der Rosengarten solle zu
Stein werden und weder bei Tag noch bei Nacht solle man die Rosen
mehr blühen sehen. Doch der verratene Laurin vergaß die Dämmerung.
Und genau deswegen leuchtet der Rosengarten bei
Sonnenuntergang rot.
Wer sich mehr für König Laurin und das Heldenepos rund um
Dietrich von Bern interessiert, sollte sich den
Freskenzyklus zum Thema aus dem 14. Jahrhundert
auf Schloss Runkelstein bei Bozen ansehen.
Alle Artikel über Genuss & Kultur im Rosengarten-Latemar Gebiet in Rosengarten - Latemar