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Antelao: auf den König der Dolomiten

Der Antelao ist der höchste Berg in den Ampezzaner Dolomiten. Mit 3263 m überragt er nicht nur den gegenüber liegenden Monte Pelmo (3168 m), sondern auch die Civetta (3220 m). Eine Besteigung des Königs im Cadore, ist konditionsstarken Dolomitenliebhabern unbedingt zu empfehlen.

Zum Antelao kommt man von Toblach und über Cortina d'Ampezzo. Weiter nach San Vito di Cadore, das Dorf, das genau zu Füßen des Königs liegt. Von dort geht es ohne Auto weiter. Mit dem Sessellift zunächst und zwar zum Rifugio Scotter. Von hier müssen Wanderer zu Fuß auf dem markierten Weg zum Rifugio San Marco auf 1823 m, wo man sich für den eigentlichen Gipfelsieg vorbereiten kann. Denn an den dreistündigen Aufstieg, sollte man sich nur ausgeruht wagen.

Am nächsten morgen nehmen Bergsteiger die Alta Via Dolomiti Richtung Südosten, die steil zur Forcella Piccola auf 2120 m führt. Hier rechts auf einer Steigspur nach Süden und bis unter die Felsen. Von da über Felsbänke rechts an den Fuß der Felsflanke und über abschüssige Bänder und Felsen auf eine Anhöhe (1,5 Stunden). Hinter einer kleineren Scharte beginnen die Laste, die charakteristischen mittelsteilen Plattenschüsse des Antelao. Hier folgt man am besten den Steinmännchen, die Bergsteiger bald zu einer Verengung führen (1. Grad) und dann zu einem schmalen Durchgang (2. Grad). Weiter oben kommt man zu einer größeren Stufe, die man in einer Rinne überwindet. Hier dann links weiter und an der Gratkante entlang zum Bivacco P. Cosi (3111 m). Von dort führt ein steiler Kamin (2. Grad +) über den Grat hinauf auf den Gipfelturm. Der Gipfel des Antelao wird zuletzt westseitig über eine glatte Felsbank, einen Kamin und letzten exponierten Bändern erreicht (1,5 Stunden).

Aufgrund seiner Exponiertheit und seiner Steilheit ist der Antelao nur schwindelfreien, absolut trittsicheren und konditionell fitten Bergsteigern zu empfehlen. Denn auch der Abstieg über die Laste erfordert äußerste Konzentration. Der Abstiegsweg folgt dem Aufstiegsweg und dauert etwa 2 Stunden bis zur Bergstation des Rifugio Scotter Lifts.

Übrigens: den Antelao nur bei absolut sicheren Wetterverhältnissen begehen. Bei Kälte und Nässe ist einer Begehung abzuraten, auf den Laste können sich ungehbare Eisschichten bilden, Einkehrmöglichkeiten gibt es auch keine, außer dem Notbiwak P. Cosi.

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