Alta Badia, Gröden, Fassa & Ampezzo - die ladinischen
Dolomiten
Die Dolomiten sind einzigartig in ihrem Aussehen.
Schroff, zerklüftet, fast schon bizarr reichen sie in den Himmel,
sie ragen zwischen Tälern je empor und machen gewisse Landabstriche
nahezu unzugänglich. Das ist auch der Grund warum sich hier eine
uralte romanische Sprache erhalten hat: das
Ladinische.
Das Ladinische gehört zu den ältesten Sprachen
Europas und ist gleichzeitig eine Minderheitensprache. Nur
rund 30.000 Menschen sprechen diese Sprache heute noch und zwar im
Val di
Fassa, in Alta
Badia, in Gröden
und im Ampezzo. Sie
konnte sich genau dort bis in die heutigen Tage erhalten, weil die
Täler eben abgeschieden von den großen Verkehrsadern liegen und von
knapp 3000 m hohen Dolomitenriesen von der restlichen Welt
abgeschirmt sind.
Neben der einzigartigen Sprache zeichnen sich die ladinischen
Völker auch durch eigene Traditionen, Mythen und
Legenden aus. Eine der bekanntesten Sagen ist jene von
Fanes. Dort, im Reich der Murmeltiere spielt sich
das berühmteste ladinische Heldenepos ab: die Hauptfiguren sind die
Murmeltiere, Königin Dolasilla und die Adler. Im
Naturpark Fanes-Sennes-Prags ist etwa das Parlament der Murmeltiere
noch heute zu sehen.
In St. Martin in Thurn in Alta Badia befindet
sich das Museum Ladin, ein volkskundliches Museum,
das sowohl die Sage Dolasillas erzählt sowie Funde aus vergangenen
Zeiten ausstellt. Hier wird die ladinische Bauernkultur näher
erläutert und ein Einblick in die Welt der ladinischen Kultur
gewährt. Prädikat: sehr sehenswert.
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